Chronik eines erfolgreichen Vereins:

Turn- und Spielvereinigung 1860 Pfarrkirchen e.V.

Die Geschichte der TuS hat der ehemalige Kreisheimatpfleger Erich Eder († 1998) unter anderem aus den Unterlagen des Stadtmagistrats und des Gemeinde-Collegiums erforscht und chronologisch dargestellt. Die in den Festschriften der Jahre 1960 und 1985 veröffentlichten Abhandlungen Eders haben nichts an ihrer Aktualität verloren. Sie sollen daher – in manchen Passagen modifiziert – nach weiteren 25 Jahren TuS-Geschichte der heutigen Generation zur Kenntnis gebracht und den Älteren unter uns in Erinnerung gerufen werden, ergänzt um die Ereignisse des vergangenen Vierteljahrhunderts.

Nach der Errichtung der ersten bayerischen Landesturnanstalt im Jahr 1828 bildeten sich – oft gemeinsam mit der Gründung von freiwilligen Feuerwehren und Schützenkompanien – in vielen Orten Turngesellschaften. Das großdeutsche und demokratische Gedankengut, mit dem die Idee des Turnens verbunden war, war den damaligen Regierungen suspekt. Die Regierungen vermuteten hinter der Turnbewegung politische Umtriebe, weshalb die meisten Vereine wegen „destruktiver Tendenzen“ aufgelöst wurden. Ende der fünfziger Jahre waren die politischen Stürme verebbt und es zeigte sich, dass der Turngedanke nicht ausgelöscht worden war. Überall gründeten turnbegeistere Männer neue Vereine oder erweckten die alten wieder zum Leben. Aus diesem Grund gehen die Gründungen der meisten Traditionsvereine auf die Jahre 1860/61 zurück.

Sicher ist, dass Pfarrkirchen einer der ältesten – wenn nicht der älteste – Turnverein Niederbayerns ist. Am 6. Oktober 1860 verfassten Pfarrkirchner Bürger ein „Gesuch um Bewilligung zur Gründung eines gymnastischen Vereins“ an den Marktmagistrat: „Die gehorsamst Unterzeichneten, welche von der Notwendigkeit der Wiedereinführung der Leibesübungen überzeugt sind, haben den Entschluss gefasst, in eine Gesellschaft zusammen zu treten, deren Zweck die möglichste Beförderung des Turnens sein soll, frei von jeder politischen Tendenz. So allgemein es anerkannt ist, dass geregelte allseitige Bewegungen das vorzüglichste Mittel sind, um Gesundheit, intensive Kraft, Stärke, Gewandtheit und Schönheit zu erreichen, so fehlte es bisher doch, namentlich in kleineren Städten, an einer passenden Gelegenheit, dem Turnen genügend Rechnung zu tragen, und insbesonders auch der heranwachsenden Jugend die Möglichkeit zu gewähren, einen Teil ihrer Freiheit – unter Leitung ihrer Lehrer – nützlich zu verwenden. Dieser Mangel kann nun beseitigt werden, da der mitunterzeichnete Cameralpraktikant Frank, welcher in der kgl. Turnanstalt in München mehrere Jahre als Lehrer verwendet war, sich erboten hat, den nötigen Turnunterricht unentgeltlich zu erteilen, insbesonders auch für die Unterweisung der Schullehrer zu sorgen. (…) Es wird daher gehorsamst die Bitte gestellt, die ortspolizeiliche Bewilligung zur Gründung der Gesellschaft im angedeuteten Sinne gütigst erteilen zu wollen!“ Unterzeichnet haben das Gesuch die Herren Dr. Hillmyer, kgl. Gerichtsarzt „vom Sanitätspunkte und als Vorschule für eine tüchtige Feuerwehr“; Dr. G. Höglauer, prakt. Arzt; Fodermaier, Geometer; Ernst Frank, Praktikant; Josef Sinzinger.

Am 13. Oktober 1860 fand eine von 21 Turnfreunden besuchte Generalversammlung statt, in welcher die Grundzüge der Statuten entworfen und ein geeigneter Ausschuss gewählt wurden. Bereits am 18. Oktober wurde dem königlichen Landgericht Pfarrkirchen die neugewählte Vorstandschaft mitgeteilt: Vorstand: Bezirksgeometer Fodermaler; Ausschussmitglieder: Frank, Carmeralpraktikant; Josef Sinzinger, Handelsmann; Höglauer, prakt. Arzt; Johann Schwegler, Nadler. Der Verein führte den Namen „Gesellschaft für körperliche Ausbildung in Pfarrkirchen“. Die Statuten wiesen einen Umfang von 20 Paragraphen auf. Dabei wurde der Turnbetrieb auf wenigstens zwei Abende in der Woche festgelegt. Bei Auflösung des Vereins sollte das Barvermögen dem Krankenhaus Pfarrkirchen zufallen.

In den ersten Jahren fand während des Sommers der Turnbetrieb an der Schießstätte statt, im Winter musste man den Saal eines Gasthauses in Anspruch nehmen. Beim jährlichen „Abturnen“ zogen die Turner mit Musikbegleitung durch die Straßen der Stadt zum Festplatz. Im Jahre 1863 zählte der Verein bereits 49 Mitglieder und führte von da ab den Namen „Turnverein Pfarrkirchen“.

Einen ersten Höhepunkt im Vereinsleben bildete der Tag der Fahnenweihe am 17. September 1865. Als Gäste nahmen die Turnvereine von Schärding, Neuötting und Ried und verschiedene Feuerwehren der Umgebung teil. Schon damals bestand ein enges Band zwischen den Feuerwehren und den Turnvereinen und so geht auch die im Jahre 1865 gegründete Freiwillige Feuerwehr Pfarrkirchen in erster Linie auf die Initiative des hiesigen Turnvereins zurück, dessen Mitglieder sich zur Bildung von zwei Steigerrotten bereit erklärten.

Die „Internationale Privathilfe zur Unterstützung des militärischen Sanitätsdienstes“ während des deutsch-französischen Krieges von 1870/71 konnte ebenfalls auf die freiwillige Mithilfe der stets patriotisch gesinnten Turner zählen. Am 30. Juli 1870 beschlossen die Pfarrkirchner Turner einstimmig, jederzeit beim Transport von verwundeten Kriegern zwischen hier und Vilshofen mitzuwirken. Sollte im Umkreis von 20 Stunden Entfernung eine Schlacht geschlagen werden, wollten sie nach Möglichkeit beim Transport der Verwundeten helfen.

Um die Breitenwirkung der körperlichen Ertüchtigung auf eine möglichst große Basis zu stellen, wurden bald nach der Vereinsgründung eigene Turnstunden für Knaben durchgeführt, die sich eines regen Zulaufes erfreuten. Sorgen machten immer wieder die Bereitstellung geeigneter Turnräume während der Wintermonate. Die Säle verschiedener Gasthäuser und die Fasshalle der Gaishütte waren für den Turnbetrieb nicht geeignet, die Benutzung eines Turnsaales im Rathaus befriedigte ebenfalls nicht.

Unter diesen Umständen litt der Besuch der Turnstunden, so dass der Wunsch nach einer Turnhalle immer größer wurde. Zuerst glaubte man, eine Turnhalle aus eigenen Mitteln errichten zu können. Durch Verkauf von Zigarettenspitzen aus Papier (fünf Pfennig je Stück) wollte man einen Fonds von rund 500 Mark aufbauen. Dieser im Jahr 1884 gefasste Plan scheiterte. Erst am 24. Januar 1896 beschloss der Magistrat den Bau einer Turnhalle und stellte dafür 12 000 Mark zur Verfügung. Mit der Fertigstellung und Nutzung dieser Halle (Anm.: Heute steht an dieser Stelle der evangelische Kindergarten) durch den Turnverein ab dem 1. Juni 1897 war ein weiterer Markstein in der Geschichte des Vereins gesetzt, dessen Mitgliederzahl inzwischen auf rund 100 angewachsen war.

Zeugnis von der Aufgeschlossenheit der Turner für gemeinnützige Belange legte neben dem Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr auch die Gründung der freiwilligen Sanitätskolonne ab. Angeregt durch einen Besuch des Regierungspräsidenten hielt der Turnverein am 1. August 1905 eine öffentliche Versammlung ab, bei der die Gründung einer freiwilligen Sanitätskolonne besprochen und beschlossen wurde. Unter den ersten 15 Mitgliedern dieses neuen Vereins waren fast die Hälfte aktive Turner, darunter Georg Bleistein, Rupert Ängstl und Alois Amann.

Mit vielen Veranstaltungen bereicherte der Turnverein in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg das öffentliche Leben der Stadt: Das jährliche Abturnen, Faschingsbälle, das Aufführen des Schäfflertanzes und Turnerfahrten in die nähere und weitere Umgebung. Einen Höhepunkt bildete vom 30. Juli bis 1. August 1910 das Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen des Vereins, zu dem zahlreiche auswärtige Vereine – auch aus Österreich – gekommen waren.

Mit dem Ausbruch des 1. Weltkrieges mussten viele Turnbrüder den Waffenrock anziehen, der Turnbetrieb konnte nur notdürftig aufrecht erhalten werden, die Entwicklung des Vereins wurde nachhaltig unterbrochen und um 1918 schien er ganz zum Erliegen gekommen zu sein. Aber schon 1919 ging es mit ungebrochenem und neuem Mut weiter. Das Jahn-Denkmal in der Nordwestecke der Ringallee wurde von den heimgekehrten Turnern als bleibende Erinnerung an ihre gefallenen Kameraden errichtet.

Der Turngedanke war inzwischen in der Öffentlichkeit „angekommen“ und besonders der Sport, der sich als Zuschauermagnet erwies, rückte immer mehr in den Vordergrund. So richteten im März 1926 einige junge Vereinsmitglieder an die Vorstandschaft das Gesuch, das Fußballspielen zu erlauben. Bereits am 8. August desselben Jahres wurde die „Spielvereinigung 1826 Pfarrkirchen“ gegründet, die ihre Verbandsspiele im Gaugebiet „Inn-Chiem“ aufnahm. In Pfarrkirchen gab es nun zwei Vereine, die sich die körperliche Ertüchtigung ihrer Mitglieder auf die Fahne geschrieben hatten.

Die Dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts brachten für die Pfarrkirchner Sportvereine gravierende Einschnitte. Obwohl wegen der wirtschaftlichen Erschütterungen viele Mitglieder arbeitslos geworden waren, konnten nach Durchführung von „Bunten Abenden“ dem städtischen Hilfswerk Geldbeträge überwiesen werden, durch die die größte Not gelindert wurde. Nach der Machtübernahme 1933 wurde der Turnverein Pfarrkirchen zwangsweise „gleichgeschaltet“ und nach dem Führerprinzip ausgerichtet. Die Mitglieder standen jedoch einmütig zueinander und die bewährte Vorstandschaft um Schlossermeister Max Bihler blieb im Amt.

Im Jahre 1935 feierte der Verein 75 Jahre erfolgreiche Arbeit. Dies war der Anlass, dass in Pfarrkirchen das 1. Kreisturnfest des niederbayerischen Ostmarkturnkreises stattfand. Aber auch diese imponierende Veranstaltung vermochte nicht die nahende Krise aufzuhalten. Am 13. März 1937 erfolgte der Rücktritt der gesamten Vorstandschaft. Da sich niemand mehr fand, die Vereinsämter zu übernehmen, kam die Vereinsarbeit zum Erliegen. Nur die Spielvereinigung hatte die Möglichkeit, ihren Spielbetrieb bis in die Kriegsjahre hinein weiter zu führen.

Obwohl Deutschland nach der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 in eine seiner größten Katastrophen gestürzt war, regten sich bald auf allen Gebieten die Kräfte des Wiederaufbaus. Verhältnismäßig bald – schon im Herbst 1945 – wurde die Spielvereinigung mit Genehmigung der Militärregierung wieder zugelassen. Die Bedingung dafür: Allmonatlich mussten die gesamten Mitgliederbewegungen unter Nachweis der Kassenbestände in siebenfacher Ausführung in Deutsch und Englisch der Militärregierung gemeldet werden. Die Vereinsarbeit im Turnverein begann erst wieder im Dezember 1947, denn über Jahre hinweg war ja die Turnhalle anderweitig genutzt worden.

Das Frühjahr 1953 brachte mit dem Zusammenschluss der beiden Pfarrkirchener Sportvereine zur „Turn- und Spielvereinigung 1860 Pfarrkirchen“ die Erfüllung eines lange gehegten Wunsches vieler aktiver Sportler. Mit Amtmann Georg Reiser wurde ein Mann zum ersten Vorsitzenden (1953 – 1959) gewählt, der sich für die Belange des Sports bedingungslos einsetzte. Die kontinuierliche Aufwärtsentwicklung der TuS ist auch der Tatsache geschuldet, dass es seit 1953 nur fünf erste Vorsitzende (nach Reiser Erwin Schlegel 1959 – 1975, Max Beyerlein 1975 – 1992, Charly Bauer 1992 – 2009) gab – alles Männer, die den Verein maßgeblich prägten. Seit dem Jahr 2009 steht Horst Lackner an der Spitze der TuS.

Entscheidend für die weitere positive Entwicklung der TuS 1860 Pfarrkirchen war der Bau der Stadthalle als moderne Turnhalle im Jahr 1957. Die TuS stellte dafür das in ihrem Besitz befindliche Grundstück zur Verfügung und sicherte sich im Gegenzug vertraglich das Recht, die Halle für ihren Sportbetrieb und zur Durchführung von Veranstaltungen verwenden zu dürfen. Einem geordneten Turn- und Sportbetrieb stand damit nichts mehr im Wege. Noch heute ist man seitens des Sports den damals Verantwortlichen der TuS ebenso dankbar wie für die große Unterstützung durch die Stadt- und die Landkreisverwaltung.

Im weiteren Verlauf entstanden in Pfarrkirchen mit dem neuen Schwimmbad (1971), der Alexi-Turnhalle, den Gymnasiumturnhallen und der Dreifachturnhalle weitere Sportstätten, die der TuS zur Ausübung der verschiedenen Sportarten zur Verfügung stehen. Da sich im Lauf der Zeit die Stadthalle tatsächlich immer mehr zur „Stadt“halle entwickelt hatte, wurde der Sportbetrieb dort eingestellt. Im Gegenzug zur Aufgabe der Nutzung wurde es der TuS mit Unterstützung der Stadt ermöglicht, im Jahr 1983 ein Vereinsheim in der Rennbahn zu errichten. Der TuS wurde vertraglich zugesichert, dass sie sieben Veranstaltungen im Jahr in der nun ausschließlich von der Stadt genutzten Halle durchführen kann – das gilt im übrigen auch für die jetzt „runderneuerte“ Stadthalle.

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland brachte es mit sich, dass das Freizeitverhalten der Bevölkerung und vor allem der Jugend von vielfältigen und vielseitigen Interessen geprägt wurde. Es entstanden moderne und ständig populärer werdende Sportarten. Jetzt kam dem Sport in Pfarrkirchen zugute, dass 1953 die Konzentration der Kräfte gelungen war. Nur dadurch wurde es möglich, dass man sich den neuen Entwicklungen aufgeschlossen stellen, den Breitensport fördern und die mannigfaltige Vielfalt des Turn- und Sportbetriebs in Sparten bzw. Abteilungen unter dem Mantel des Hauptvereins kanalisieren konnte.

Wie vielfältig der Sport in der TuS ist, zeigen die vorhandenen, aber auch die kurzfristig vorhandenen und wieder geschlossenen Abteilungen (in Klammern Jahr der Gründung/Schließung):

Turnen (Gründungsgedanke 1860); Fußball (1926 als Spielvereinigung 2. Pfarrkirchner Verein); Boxen (1946 in der Spielvereinigung 1926); Leichtathletik (1946); Fechten (1952); Rollsport (1953, 1990 werden die Skate/Inliner in die Abteilung integriert); Turnspiele (1958); Versehrtensport (1958/2009); Gewichtheben (1960/1980); Tischtennis (1966); Ski (1971); Schwimmen (1971/2001); Handball (1971); Basketball (1975); Judo (1972/2002); Karate (1975); Volleyball (1981); Squash (1983/2009); Koronarsport (1985); Baseball (1988/1998); Eishockey (2001); Shaolin Kung Fu/Tai Chi (2004/2006).

Derzeit zählt die TuS etwas über 1500 Mitglieder, in 15 Abteilungen wird Sport betrieben. Zu ihren besten Zeiten hatte die TuS nahezu 2500 Mitglieder. Änderungen im Freizeitverhalten,  wirtschaftliche Erwägungen und die Bereinigung der Mitgliederlisten haben zum vergleichsweise hohen Rückgang an Mitgliedern geführt. Die größten Abteilungen sind Fußball, Karate, Handball, Tischtennis und Leichtathletik, während Eishockey und Rollsport zu den „Kleinen“ zählen. Für die Abteilungen hat die TuS bereits um 1980 beispielhaftes getan: Um Fahrten mit Mannschaften zu ermöglichen und gleichzeitig Fahrtkosten einzusparen wurde der erste „TuS-Bus“ gekauft, eine Anschaffung, die sich bewährt und längst bezahlt gemacht hat. Inzwischen wurden bereits mehrere Fahrzeuge gekauft; derzeit sind zwei Busse im Einsatz.

Verschiedene Veranstaltungen, wie z.B. die früheren TuS-Bälle und in jüngster Zeit der „Ball des Sports“ und die im letzten Jahr wiederbelebten „TuS-Wanderungen“ in die nähere Umgebung Pfarrkirchens sind ebenso beliebt wie die sportlichen Veranstaltungen. Hier sollen der seit 2005 durchgeführte WEKO-Halbmarathon oder die Stadtmeisterschaften in der Leichtathletik genannt sein.

Nicht vergessen sollte werden, dass die Arbeit in der TuS ehrenamtlich sowohl von der Vorstandschaft als auch von den Abteilungsleitern, Übungsleitern und Trainern wahrgenommen wird. Trotz der grandiosen Ehrenamtlichkeit im Verein kam die TuS nicht umhin, zum 1. April1994 eine Geschäftsstelle einzurichten, in der alle administrativen Arbeiten (Mitgliederverwaltung, Verkehr mit dem BLSV, allgemeiner Schriftverkehr) abgewickelt werden.

Welch gewaltige Aufgabe auf die TuS in den letzten Jahren zugekommen ist, verdeutlicht die Tatsache, dass im Verein derzeit Menschen aus 25 Nationen – vor allem in der Abteilung Fußball – Sport treiben. Die Integration von Migranten und Asylanten ist für die TuS und ihren Abteilungs-/Übungsleitern und Trainern keine Worthülse, vielmehr wird hier eine teilweise brisante gesellschaftspolitische Aufgabe in einer beispielhaften Art und Weise übernommen und bewältigt.

In diesem Sinne ist der TuS zu wünschen, dass sie sich in dem immer schwieriger werdenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld weiterhin behaupten und für den Breitensport auch künftig die erforderliche und wünschenswerte Basis bieten kann. Der Leitspruch von Turnvater Jahn „Frisch, fromm, fröhlich, frei“ klingt zwar antiquiert, sollte aber gerade in der heutigen Zeit als ein nach wie vor aktueller und in die Zukunft weisender Gedanke verstanden werden.

 

Pfarrkirchen, September 2010

Kurt Singer